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Profil und Ziele

Aus der Perspektive der antiken Philosophie bilden die Schriften des Neuen Testaments eher eine Randerscheinung. Ihre Autoren dürften keine höhere philosophische Bildung genossen haben; und sie haben keine geschlossenen philosophischen oder theologischen Entwürfe vorgelegt.

Nicht erst das Studium der Wirkungsgeschichte des Neuen Testaments, die in großen Teilen abendländische Philosophiegeschichte ist, lässt aber erkennen, dass es eine Reihe zentraler Themenfelder gibt, die den Vergleich zwischen frühchristlichem und sonstigem antiken Denken herausfordern, wie z.B. die Frage nach dem freien Willen, das Leib-Seele-Problem, die Güterlehre, Konzepte von Gerechtigkeit oder auch literarische Formen des philosophischen bzw. theologischen Erkennens und Mitteilens.
Die Arbeitsgemeinschaft möchte ein Forum des Austausches auch über die Disziplingrenzen hinweg bilden. Sie nimmt damit Tendenzen auf, die etwa in der neutestamentlichen Exegese derzeit mit Blick auf den Mittelplatonismus wieder intensiver diskutiert werden, aber noch selten zu einem wirklichen Gespräch von Philosophie und Theologie bzw. Exegese geführt haben. Welche Wechselwirkungen zwischen antiker Philosophie und frühchristlichem Schrifttum lassen sich historisch erkennen? Lässt sich ein differenziertes Bild von Affinität und Antagonismus frühchristlichen und sonstigen antiken Denkens entwerfen? Hilft ein solches Gespräch im Hinblick auf philosophisch gültige Aussagen weiter? Hilft es der Verständigung von Philosophie und Theologie?

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Hermut Löhr

Neutestamentliches Seminar
Evangelisch-Theologische Fakultät
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Universitätsstr. 13-17
48143 Münster


Prof. Dr. Christoph Horn

Philosophisches Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
LFB I
Am Hof 1
53113 Bonn

Tel: +49 (0)228 73-7556
Fax: +49 (0)228 73-7889

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